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Montag, 16. April 2012

Ann Hood: Die geheimen Fäden der Liebe

Rückwärtiger Klappentext
" Ein Herzensbrecher von einem Roman!" Vanity Fair

Fünf Monate, nachdem Mary ihre Tochter Stella verloren hat, quält sie sich noch immer durch lange, leere Stunden und einsame Tage - bis sie das Wollgeschäft der resoluten Alice betritt. Denn in Alice Strickkreis lernt Mary nicht nur das Stricken, sondern auch, sich der Trauer zu stellen und das Leben neu zu umarmen ...

Eine zutiefst anrührende, autobiographische Geschichte um Verlust, Freundschaft und die Magie der Maschen.

Innerer Klappentext
"Meine Tochter, ich muss dir eine Geschichte erzählen. Das wollte ich schon lange, lange Zeit tun. Aber im Gegensatz zu Babar oder Eloise oder all den anderen Geschichten, die du so gern mochtest, ist diese hier nicht lustig. Sie ist nicht klug. Sie ist einfach nur wahr. Es ist meine Geschichte, doch mir fehlen die Worte, um sie zu erzählen. Stattdessen greiufe ich zu den Stricknadeln und fange an zu stricken. Jede Masche ist ein Buchstabe. Und jede Reihe sagt: 'Ich liebe dich.' Ich stricke 'Ich liebe dich' in alles hinein, was ich beginne. Wie ein Gebet. Oder einen Wunsch, den ich dir sende, in der Hoffnung, dass du mich hören kannst. In der Hoffnung, dass meine Liebe dich irgendwie erreicht."
"Ein wundervolles und gradliniges Buch über den fast unerträglichen Prozess, nach einem großen Verlust mit dem Leben fortzufahren." Washington Post
"Man fühlt sich nach der Lektüre überraschend gestärkt, ja sogar unbeschwert. Welch ein Geschenk hat uns Ann Hood mit ihrem Roman gemacht." Newsweek
"Dieses Buch übt einen Zauber aus." Sue Monk Kid, Autorin von "Die Bienenhüterin"
"Unvergesslich, aufwühlend und authentisch." Los Angeles Times

Über die Autorin
Ann Hood, geboren im amerikanischen West Warwick, Rhode Island, arbeitete nach ihrem Englischstudium zunächst als Flugbegleiterin, bevor sie mit dem Schreiben begann. Sie hat bisher sieben Romane geschrieben sowie Sachbücher, Kurzgeschichten und Kolumnen. "Die geheimen Fäden der Liebe" beruht auf Ann Hoods eigener Erfahrung nach dem Tod ihrer Tochter. Sie lebt heute mit ihrer Familie in Providence, Rhode Island.

Meine Meinung
Ein Buch, das mir sehr nahe gegangen ist. Die Hauptfigur Mary muss den plötzlichen Tod ihrer Tochter Stella verkraften. Mit dieser Situation ist sie zunächst hoffnungslos überfordert. Ihr Mann stürzt sich rasch wieder in seine Arbeit. Ihre eigene Mutter ist eigentlich auch keine große Hilfe, bis auf den gutgemeinten Rat "Lerne stricken!" Die Strickgruppe bei Alice gibt Mary einen neuen Sinn. Sie lernt rechte und linke Maschen stricken. So nach und nach erfährt man auch die Schicksale der anderen Strickkreisteilnehmerinnen. Jede von ihnen hat eine schwere Last, die sie mit sich trägt, wobei die Palette von Gewalt, Verletzungen, Verlust einer nahestehenden Person (Mary ist diesbezüglich nicht die einzige) bis hin zu Krankheit reicht. Die Frauen sind füreinander da, geben sich gegenseitlich Halt. Teilweise finden sich neue Lösungen, teilweise geht es aber auch nicht so gut aus.
Es ist ein Buch, das mich immer wieder zum Nachdenken angeregt hat. Z. B. über den Sinn des Lebens. Stricken ist für mich persönlich Hobby, nicht 'Heilmittel' wie im Buch dargestellt. Aber es beruhigt. 
Wenn man den Einstieg gefunden hat, liest sich das Buch flüssig. Ich wollte es nicht mehr weglegen, sondern war immer wieder gespannt, wie es weitergeht.

 

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